»Vom Speicher zum Museum « Umbau Lagergebäude zu einem Museum, Würzburg
Der 1904 errichtete, heute denkmalgeschützte Speicher am künstlichen Becken des Würzburger Winterhafens war einst das bedeutendste Lagerhaus in ganz Bayern. Ursprünglich 128 Meter lang, 17 Meter breit und drei Geschosse hoch, nahm der Speicher mit seinen zwischen Giebeln gespannten, stahl bewehrten Betondecken auf insgesamt 8.000 Quadratmetern Lagerfläche Stückgüter auf. Mit der Verlagerung des Güterverkehrs vom Wasser auf Straße und Schiene verlor das Speichergebäude nach und nach seine Funktion. Den Charakter entstellende Umbauten konnten den Niedergang nicht verhindern. Seit Ende der 80er Jahre stand der Speicher leer.
1996 gewannen Christian und Peter Brückner gemeinsam den Wettbewerb um den Umbau und der Sanierung des ehemaligen Kornspeichers zu einem Museum.
Mit der Verlagerung des Güterverkehrs vom Wasser auf Straße und Schiene verlor der alte Kornspeicher nach und nach seine Funktion.
Der Speicher wurde weitgehend entkernt und die innere Struktur durch Betonkuben für die Exponate ersetzt. Neue Anbauten an den Kopfseiten und weitere applizierte Bauteile aus Stahl, Glas und Stein werden zu einem reizvollem Kontrast zur alten Fassade.
Mit einem städtebaulichen Wettbewerb wurde das vernachlässigte Hafenareal mit dem Speicher als »neue Mitte« definiert und darüber hinaus konnte die Stadt sich zum Main hin öffnen.
Die von dem Skelett aus Eichenbalken getragene Halle bietet ein eindrucksvoll-großzügiges Raumerlebnis: eine von einem gläsernen Dach gedeckte Raumsäule
Der asymmetrisch eingestellte Eingang lädt dazu ein, den Weg durch das Foyer bis zum Fluss fortzusetzen
Ein Ort, der seine Geschichte nicht vergisst, sondern weitererzählt
An den behauenen Mauersteinen aus Muschelkalk und Mainsandstein wurde nur das Nötigste gesäubert. Die einzelnen Meißelschläge der Steinmetzen sind noch sichtbar.
In den auf der Mainseite angegliederten Glaskuben befinden sich ein Café und die Verwaltungsräume.